Pflanzenportraits

Pflanzenportraits

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Herkunft, Standort, Aussehen, Pflege etc.



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B

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Baldrian

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 12:05
 

Baldrian - Valeriana officinalis

Baldrian
Bild: Karin Witschi




Baldrian-Anbau

Baldrian stellt keine speziellen Ansprüche. Er entwickelt sich gut auf trockenen und feuchten Böden, im Halbschatten und ebenso in der prallen Sonne. Gesät wird Baldrian direkt im Freiland von Mitte März bis Ende Mai mit einem Reihenabstand von 50cm und einer Aussaatmenge von 50 Korn pro laufenden Meter. Den Samen nicht mit Erde abdecken, weil Baldrian ein Lichtkeimer ist. Bis zur Keimung ist der Samen immer gut feucht zu halten, weil er sonst rasch austrocknet. Die Keimzeit beträgt 7 - 14 Tage, bei ungünstigen Bedingungen manchmal auch etwas länger. Nach dem Auflaufen der Pflanzen auf 25cm in der Reihe vereinzeln. Erst im zweiten Jahr von September bis November die Wurzeln ausgraben.

Konservierung
Baldrianwurzeln können bei Temperaturen um + 35° C gedörrt werden.

Quelle: www.biogemuese.ch

 

I

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Ingwer

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:12
 

Ingwer - Zingiber officinale

Ingwer
Bild: Karin Witschi


Ingwer - Botanik und Vorkommen

Ingwer (Zingiber officinale) gehört botanisch zur Familie der Ingwergewächse (Zinigberaceae). Die Gattung Zingiber umfasst etwa 100 Arten. Wie die Gräser zählt Ingwer zur Gruppe der einkeimblättrigen Pflanzen. Er wächst in den Tropen und Subtropen und wird in Indien, Indonesien, Vietnam, Japan, China, Australien, Brasilien, Jamaika und Nigeria kultiviert. Die ursprüngliche Herkunft ist unbekannt. Er stammt möglicherweise von den Pazifischen Inseln. Nach Europa gelangte der Ingwer wahrscheinlich zurzeit Christi und in die Schweiz während der Zeit Karls des Grossen (747 - 814). Ingwer ist eine krautige Pflanze, deren dicke Stängel 150 cm Länge erreichen können. Die Laubblätter sind 15 - 30 cm lang, schmal lanzettenförmig und verleihen der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Sie sind parallelnervig, ungestielt und in zweizeiliger Anordnung. Ingwers besitzt einen erfrischend zitronenartigen Geruch. Im Boden bildet Ingwer als Überdauerungsorgan ein verzweigtes fleischiges Rhizom (Wurzelstock). Dieses 2 - 3 cm dicke Rhizom wächst horizontal, ist innen gelblich gefärbt und entfaltet einen aromatisch scharfen Geschmack. Wesentliche Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, darunter Zingiberen, Zingiberol, Harzsäuren und Gingerol. Ausserdem enthält Ingwer Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor. Die Wurzeln des Ingwers wachsen entlang dieses Rhizoms. Die Blüte entwickelt sich direkt aus dem Rhizom. Sie bildet einen bis 25 cm langen kolbenartigen Blütenstand aus zahlreichen hellgrünen Hochblättern, die häufig einen gelblichen Rand aufweisen und viele kleine Blüten enthalten. Die Blütchen sind dreizählig und die Kronblätter zu einer gelblichen Röhre verwachsen. Der mittlere Kronlappen ist rötlich-purpur und die Staubblätter dunkelviolett. Die schwarzen Samen entwickeln sich in einer Kapselfrucht.

Ingwer als Zierpflanze

Die Ingwerpflanze kann bei uns nur als Zierpflanze gehalten werden; sie ist nicht winterhart. Im Handel sind Rhizome erhältlich, die Sie flach knapp unter der Erdoberfläche einlegen oder in Stücke von 3 - 5 cm schneiden und einzeln mit der Schnittfläche nach unten in die Erde stecken können. Drinnen an einem warmen Platz aufstellen, mässig feucht halten und schon rasch zeigen sich erste Triebe. Ingwer braucht gleichmässige Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Ingwer als Gewürz

Hauptsächlich wird Ingwer jedoch in der Küche eingesetzt. Bevor die Chilischote aus Amerika eingeführt wurde, war Ingwer das einzige scharfe Gewürz in Asien. Je nach Herstellungsmethode und Erntezeit wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz. Wird er ganz jung geerntet, gibt es den grünen Ingwer. Seine Rhizome sind noch faserfrei. Die normale Ernte des Ingwers erfolgt nach zirka acht Monaten. Auch zu diesem Zeitpunkt ist er noch jung und zart. Wenn sich die Blätter gelb verfärben, im Alter von 8 - 10 Monaten, wird der sogenannte„Gewürzingwer“ geerntet. Er wird getrocknet und zu Pulver zermahlen. Ingwer wird in der Küche vielfältig verwendet; er passt zu zahlreichen salzigen oder süssen Speisen. Ingwer kann aber auch eingelegt, kandiert oder als Konfitüre genossen werden. In Getränken wie Ginger Ale (Ingwerbier), Ingwerwein oder als Tee wie auch in Gebäcken, zum Beispiel in Lebkuchen oder Basler Leckerli, findet er Verwendung. In Japan wird Ingwer in Essig eingelegt und als Gari zwischen verschiedenen Sushi-Gängen verspiesen. In den Tropen kocht man junge Triebe auch als Gemüse. In Basel wurde das Zunfthaus der Gewürzhändler im 14. Jahrhundert „Zum Imber“ genannt (Imber ist eine alte Bezeichnung für Ingwer). Später wurde es in „Safran“ umbenannt, weil Safran noch kostbarer war. Heute noch erinnert das Imbergässlein in Basel an die damalige Bekanntheit des Ingwers. Das Imbergässlein war die Gasse der Gewürzhändler.

Ingwer als Heilpflanze

Ingwer entfaltet eine antibakterielle Wirkung, hilft bei Erkältungen und Husten, fördert die Durchblutung, hat eine anregende Wirkung auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung und hilft bei Übelkeit.

Quelle: http://www.wyssgh.ch

Zum Thema „Ingwer als Heilpflanze“ siehe auch:

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

http://www.heilpflanzen-info.ch/blog/phytotherapie-ingwer-lindert-uebelkeit-bei-chemotherapie.html


Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

http://www.heilpflanzen-info.ch/blog/ingwer-gegen-schwangerschaftserbrechen.html

Detaillierte, aktuelle und fundierte Informationen über Ingwer als Heilpflanze bieten die Lehrgänge „Heilpflanzen-Seminar“ und „Integrative Phytotherapie“.

Info auf http://www.phytotherapie-seminare.ch

 

L

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Lavendel

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:36
 

Lavendel – Lavandula

Lavendel- lavendula
Bild: Karin Witschi










Der Lavendel ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen. Er erinnert an den Süden, an's Mittelmeer, an die Provence und weckt damit verbundene Erinnerungen. An einem sonnigen Platz im Garten oder auf dem Balkon verströmt der Lavendel seinen unverkennbaren Duft, der nicht nur von Menschen geschätzt wird, sondern auch Bienen, Hummeln und Faltern anspricht. Im antiken Rom verwendete man Lavendel als wertvollen Badezusatz. Darauf weist der ursprünglich aus dem Lateinischen stammende Name hin, der von lavare (=waschen) abgeleitet ist. Heute sind Lavendel-Arten und -Sorten in verschiedenen Farben und Formen im Handel. Für praktisch jeden Verwendungszweck gibt es den passenden Lavendel: sei es als blühende Beet-Einfassung, als klassische Begleitpflanze zu Rosen, als Kübelpflanze vor dem Hauseingang oder als Sommerflor in einem Balkonkistchen.

Zur Herkunft des Lavendels

Die meisten der 20 Lavendel-Arten stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum oder von den Kanarischen Inseln. Einige der Sorten des Schmalblättrigen Lavendels (Lavandula angustifolia) sind schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Die beiden Sorten ‘Dwarf Blue‘ und ‘Munstead‘ haben sich über all die Jahrzehnte bewährt und sind auch heute noch erhältlich. Seither sind viele neue Sorten dazugekommen wie zum Beispiel die beliebte blau-violett blühende ‘Hidcote‘.

Praktisch alle erhältlichen Sorten des Schmalblättrigen Lavendels erweisen sich als zuverlässig winterhart. Empfindlicher gegenüber Frost und Feuchtigkeit ist dagegen der Schopf-Lavendel (Lavandula stoechas) und der Zahn-Lavendel (Lavandula dentata) mit den farbigen Hochblättern, die wie Insektenflügel im Wind flattern. Diese beiden Sorten sollten sehr geschützt, oder noch besser frostfrei überwintert werden.

Aussehen

Die meisten Lavendel-Arten wachsen als immergrüne, mehr oder weniger verholzende Kleinsträucher. Viele der Lavendel-Arten haben graues Laub, behaarte oder auch gezähnte Blätter. Der Stängel ist vierkantig wie bei allen Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Aus dem unteren, buschigen Teil der Lavendel-Pflanze wachsen die Blütenrispen als Scheinähren angeordnet, um fast die doppelte Länge heraus. Das Farbenspektrum der Blüten reicht von blau in allen Schattierungen über violett, rosa bis weiss.

Standort

Das meist gräulich-grüne, häufig auch grau-weisse und oft behaarte Laub des Lavendels deutet darauf hin, dass es sich um eine Pflanze handelt, die sonnige bis sehr sonnige Standorte bevorzugt. Der Boden sollte idealerweise locker, das heisst eher sandig und kalkhaltig sein. Doch der Lavendel gedeiht auch gut auf normalen, lockeren Gartenböden. Allzu feuchte Standorte, an denen die Gefahr von Staunässe besteht, sind allerdings ungeeignet. Traditionell wird Lavendel als Begleitpflanze zu Rosen gepflanzt. Das hat vor allem praktische Gründe, denn die ätherischen Öle des Lavendels halten Blattläuse von den Rosen fern. Als heckenartige Einfassung von Rabatten wird Lavendel ebenfalls gerne gesetzt (Abstand 20-30 cm). Nach spätestens zwei Jahren entsteht eine dichte, niedrige und duftende Einfassung, die beispielsweise entlang von Zugangswegen dekorativ wirkt. Lavendel sieht auch in Staudenrabatten kombiniert mit Malven (Malva, Lavatera), Gewürz-Fenchel (Foeniculum vulgare), Storchschnabel (Geranium) und Zier-Gräsern gut aus. Die verschiedenen Sorten des Schopf- (Lavandula stoechas)- oder Zahn-Lavendels (Lavandula dentata) mit ihren auffallenden Hochblättern eignen sich gut als Kübelpflanzen und in Wintergärten, weil sie nur bedingt winterhart sind. Manche bunten Sorten des Schopf-Lavendels werden seit ein paar Jahren zunehmend als saisonale Sommerpflanzen angeboten.

Neben der gärtnerischen Verwendung kann Lavendel als Haus- und Gesundheitsmittel vielseitig genutzt werden. Bekannt ist seine abhaltende Wirkung gegenüber unerwünschten Insekten. Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten werden in die Kleiderschränke gelegt, um Motten fernzuhalten. Frische, aufgehängte Zweiglein vertreiben lästige Fliegen aus Haus und Wohnung. Für einen feinen Duft werden getrocknete Blütenstände angezündet und abgebrannt. Lavendelöl wird als Antiseptikum und als Beruhigungs- und Schmerzmittel eingesetzt. Es lindert die Beschwerden bei Insektenstichen und leichten Verbrennungen. Als Tee aufgegossen lindern Lavendelblüten Kopfschmerzen, beruhigen die Nerven und vertreiben schlechten Atem. In der Aromatherapie hilft Massageöl, das mit Lavendel angereichert ist, bei Schlaflosigkeit. Doch der guten medizinischen Ratschläge nicht genug: sechs Tropfen Lavendelöl dem Badewasser beigefügt, genügen um aufgeregte Kinder zu beruhigen (das Lavendelöl vorher mit Vollmilch oder Kaffeerahm emulgieren). Auf verschiedene Arten findet Lavendel auch in der Küche vielseitige Verwendung: kandierte Lavendelblüten, mit Lavendel gewürzte Konfitüren, Lavendelessig oder Lavendel-Glacé sind nur einige Beispiele aus Kochbüchern.

Die Pflege des Lavendels

Lavendel sollte regelmässig geschnitten werden, damit er an der Basis nicht zu stark verholzt. Er bleibt dadurch langfristig vital und blühwillig. Der erste Rückschnitt kann gleich nach der Blüte erfolgen, indem die verblühten Triebe entfernt werden. Ein stärkerer Rückschnitt zu diesem Zeitpunkt ist nur in milden Lagen (Weinbaugebiete, Seeklima) zu empfehlen. In kühleren Lagen ist das Risiko zu gross, dass die nachgewachsenen, weichen Pflanzenteile in einem kalten Winter erfrieren. Der grosse Rückschnitt erfolgt mit Vorteil zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr. Die Lavendel-Pflanze kann kräftig ins Holz zurück geschnitten werden und treibt dann wieder schön aus. Dieser Rückschnitt ist speziell bei heckenartigen Einfassungen zu empfehlen. Weitere Pflege braucht der Lavendel nicht. Auch Düngergaben sind in der Regel nicht nötig. Sofern die Ansprüche des Lavendels an den Boden (durchlässig, nicht zu feucht) und den Standort (sonnig ) erfüllt sind - steht einem kräftigen Wuchs und einer üppigen Blüte nichts mehr im Wege.

Quelle: www.hauenstein-rafz.ch


 

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Meerrettich

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 12:49
 

Meerrettich - Armoracia rusticana


Meerrettich
















Bild: Karin Witschi


















Meerrettich – Herkunft und Vorkommen

Der Meerrettich ist heute in Europa eingebürgert. Bei uns wird er seit dem Mittelalter angebaut,. Er war aber bereits in der Antike bekannt. Ursprünglich stammt der Meerrettich wahrscheinlich aus dem Mittelmeergebiet und aus Osteuropa. Zunächst wurde Meerrettich als Heilpflanze und erst später als Gewürz verwendet. Im Mittelalter wurde er bei Vergiftungen, Skorbut, Ohrenschmerzen und Dreitagfieber eingesetzt.

Meerrettich – Namensdeutungen und botanische Beschreibung

Die botanische Bezeichnung für Meerrettich ist Armoracia rusticana. Die Gattung Armoracia umfasst vier Arten. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Der Name „Meerrettich“ wird unterschiedlich gedeutet. Einerseits existiert die Vermutung, dass "Meer" auf das Wort Mähre (Pferd), Mare (Stute) zurückgeführt wird. Im Englischen wird der Meerrettich jedenfalls horse radish genannt. Möglicherweise, weil er nicht geniessbar schien, also nur Viehfutter, sprich Pferdefutter, war. Eine andere Deutung meint, dass "Meer" von "mehr" stamme und somit grösserer Rettich bedeute. Das Wort Rettich bezieht sich auf das lateinische radix und bedeutet Wurzel. Eine Deutung des lateinischen Namens Armoracia geht darauf zurück, dass der Meerrettich aus der Gegend von Aremorica an der französischen Kanalküste stamme. Gemäss dem Botaniker Heinrich Marzell (1885 -1970) bedeutet Meerrettich „der über das Meer zu uns gekommene Rettich“. Der Artname rusticana ist abgeleitet von rus, was Land bedeutet und wird somit mit "ländlich" übersetzt. Welche dieser Deutungen zutrifft, lässt sich kaum sicher entscheiden.

Meerrettich ist eine mehrjährige Staude, welche 40 - 150 cm hoch wird. Die Wurzel ist dick und fleischig, innen weiss mit runzeliger bis glatter Haut, und erreicht 40 - 60 cm Länge. Sie verzweigt sich am Wurzelende. Die mehrkantigen Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die Blätter sind breit lanzettlich, ungleich gekerbt, am Grund herzförmig und etwa 30 - 80 cm lang. Die kleinen, duftenden, weissen Blütchen erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie sitzen auf zahlreichen, traubenförmigen Blütenständen.

Meerrettich im Garten

Beim Anbau von Meerrettich im Garten sollte man sich bewusst sein, dass die Pflanze sich aus kleinsten Wurzelstückchen weiter vermehren kann. Einen gut eingewachsenen Meerrettich wieder loszuwerden, ist manchmal gar nicht so einfach. Dennoch ist es der Meerrettich wert, wenn wir ihm in einer Ecke des Gartens einen Platz überlassen, denn an frisch geriebenen Meerrettich kommt kein konservierter aus dem Laden heran. Der Meerrettich gedeiht gern an halbschattiger bis sonniger Lage auf nahrhaftem humosen bis sandig-lehmigen Boden. Er sollte tiefgründig und gut durchlässig sein und darf keine Staunässe aufweisen. Um seinem Wuchern entgegenzuwirken, kann der Meerrettich auch in einem ausreichend grossen Topf mit gutem Abzug im Boden versenkt werden. Die Meerrettich-Wurzel lässt sich frisch oder getrocknet verwenden. Geerntet wird sie zwischen Ende September bis April. Dabei werden die 1 - 2 cm dicken Seitenwurzeln entfernt und die Haarwurzeln mit einem Tuch abgerieben. Die dickeren Seitenwurzeln lassen sich für eine Weiterkultur verwenden und werden zu diesem Zweck wieder in die Erde eingelegt.

Meerrettich als Gewürz

Zur Verwendung als Gewürz eignen sich nur die einjährigen Wurzeln. Geerntete Wurzeln können an einem kühlen Ort in feuchtem Sand oder Erde über den Winter gut gelagert werden. Auch im Kühlschrank hält sich die Meerrettich-Wurzel längere Zeit. Solange die Wurzel nicht angeschnitten wird, hat sie noch kein starkes Aroma. Erst beim Reiben der Wurzel entsteht ein stechender und Tränen auslösender Geruch. Dieser verflüchtigt sich aber sehr schnell. Verantwortlich für den Geruch sind Senföle, die auch antibakteriell wirken. Je feiner ein Meerrettich gerieben wird, umso schärfer ist er im Geschmack beim Essen. Neben Senfölen enthält Meerrettich auch viel Vitamin C. Geriebener Meerrettich kann mit etwas Essig zu Saucen verarbeitet werden. Gegessen wird Meerrettich oft in Kombination mit Schlagrahm, Quark oder Frischkäse, um ihm ein bisschen von seiner Schärfe zu nehmen. Er passt ausgezeichnet zu geräuchertem Fisch, Wurstwaren, Schinken und Tafelspitz. Oft wird auch Senf mit Meerrettich angereichert. Zum Kochen eignet sich Meerrettich-Wurzel nicht. Auch die jungen Blätter können fein gehackt zu Salaten oder als Brotaufstriche genutzt werden.

Neben dem europäischen gibt es auch den japanischen Meerrettich, welcher auch bekannt ist unter dem Namen Wasabi. Er ist noch schärfer als der europäische Meerrettich. Botanisch gehört er zwar auch zur Familie der Kreuzblütler, aber zu einer anderen Gattung (Wasabia japonica).

Quelle: www.wyssgh.ch
 
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Melisse

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 12:54
 

Melisse - Melissa officinalis

Melisse-Melissa-officinalis
Bild: Karin Witschi



Die Melisse (Zitronenmelisse) stammt aus dem Nahen Osten und breitete sich schon bald im ganzen Mittelmeerraum aus. Die Benediktiner brachten si e über die Alpen nach Mitteleuropa und pflanzten sie in die Klostergärten, wo sie zu den am meisten geschätzten Heilpflanzen zählte.

Botanik / Sorten:

Die Melisse ist eine ausdauernde Pflanze, die 30-80cm hoch wird, und zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zählt. Zum Überwintern entwickelt sie harte Blätter dicht am Boden. Alle anderen oberirdischen Pflanzenteile erfrieren in der kalten Jahreszeit. In rauen Klimalagen ist ein Winterschutz aus Reisig oder Laub nötig.

Anbau / Standort:

Zitronenmelisse verlangt einen warmen, sonnigen und geschützten Standort und humusreichen, durchlässigen Boden. Ausgesät wird die Zitronenmelisse im April oder Mai direkt an Ort und Stelle ins Freiland oder unter einer Folie. Ältere Pflanzen lassen sich durch Teilung oder durch Stecklinge vermehren.

Ernte / Aufbewahrung:

Die jungen Blätter der Zitronenmelisse können ständig frisch gepflückt werden. Zur Aufbewahrung werden die oberen Teile der Stängel kurz vor der Blüte geerntet. Idealerweise bei kühlem, trockenem Wetter in der Mittagszeit, weil dann der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Leider verliert sich das zitronige Aroma beim Trocknen. Man kann die Blätter auch in Essig oder Alkohol einlegen.

Quelle:

www.natur-im-garten.at


 

Melisse - Melissa officinalis

Anbau der Melisse

Zitronenmelisse liebt lockeren, gedüngten, humosen und sandigen Lehmboden. Sie sollte in sonnigen, nicht zu trockenen und windgeschützten Lagen stehen. Melisse sät man von Mitte bis Ende April oder aber von Anfang August bis Mitte September direkt im Freiland in einem Reihenabstand von 40 cm und einer Aussaatmenge von 50 Korn pro laufenden Meter. Weil Zitronenmelisse ein Lichtkeimer ist, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Während der Keimung sollte der Samen stets gut feucht gehalten werden. Weil die Zitronenmelisse sehr wärmebedürftig ist, dauert die Keimzeit verhältnismässig lange (21—28 Tage). Werden die Pflanzen im Gewächshaus vorgezogen, dauert es bis zur Keimung nur etwa zwei Wochen. Nach dem Auflaufen der Pflanzen werden sie auf 30 cm in der Reihe vereinzelt. Nach dem ersten Schnitt der jungen Triebspitzen wird am besten eine Stickstoffkopfdüngung gegeben. Um die Zitronenmelisse in rauhen Lagen gegen Frost zu schützen, ist eine Reisigabdeckung zu empfehlen. Anfangs Frühjahr gibt man den Pflanzen noch eine Kopfdüngung und achtet darauf, daß der Boden immer gut mit Torf oder verrottetem Mist bedeckt ist, um ein zu starkes Austrocknen zu vermeiden. Weil die Zitronenmelisse zu den flachwurzelnden Pflanzen zählt, darf nur vorsichtig gehackt werden. Geerntet werden die jungen Blätter und Triebspitzen kurz vor der Blüte, am idealsten in den frühen Nachmittagsstunden, denn dann ist der Anteil an ätherischen Ölen am höchsten.

Konservierung der Melisse

Zitronenmelisse kann zwar getrocknet werden. Sie verliert dadurch aber rasch an ätherischen Ölen und dadurch an Aroma. Am besten ist es, sie frisch zu verwenden oder in Öl einzulegen. Einfrieren ist ebenfalls möglich. Zitronenmelisse findet nicht nur in der Küche Verwendung, sondern wird auch gerne von Bienen besucht. Lassen Sie darum einige Pflanzen als Bienenweide stehen.

Verwendung von Melisse in der Küche

Zitronenmelisse zählt zu den wichtigsten Kräutern in grünen Salaten, paßt zu Kräutersuppen und Soßen, Obstsuppen, Hülsenfrüchten, zu eingelegten Gurken, Kräuteressig, Kräuterbutter, Mayonnaisen und Quark, genau so auch zu Bowle und Kräuterlikör sowie zu Wild- und Pilzgerichten, gebratenem und gekochtem Fisch. Gut macht sich ein wenig Zitronenmelissen-Aroma zu Kalbsragout, Leber, Pute sowie Aal, Hummer und Hering. In der Küche wird Zitronenmelisse immer frisch eingesetzt, darf jedoch nicht mitgekocht werden. Man gibt die Melisse fein geschnitten unter Speisen, wenn ein leichtes Zitronenaroma erwünscht ist.

Quelle: www.biogemuese.com

 

P

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Pfefferminze

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:22
 

Pfefferminze - Mentha piperita

Pfefferminze-mentha-piperita
Bild: Karin Witschi









Boden

Die Pfefferminze wächst besonders gut auf Moorboden; eventuelle Trockenzeiten sind im Hausgarten kein Problem.

Vorfrüchte

Die Pfefferminze ist nicht speziell wählerisch, freut sich jedoch über lockeren Boden, der zum Beispiel durch den Anbau von Kartoffeln zu erreichen ist; ausgezeichnet als Vorfrüchte eignen sich auch Erbsen und Bohnen (Stickstoffsammler). Die Minze kann aber durchaus auch auf dem gleichen Beet nachgebaut werden.

Düngung

Vor dem Pflanzen sollte der Boden mäßig gedüngt werden; zuviel Düngung würde den Gehalt an ätherischem Öl in der Pfefferminze vermindern. Die Erde sollte ausreichend mit Kalk versorgt sein; ebenso sollte für Spurenelemente gesorgt werden, die im Moorboden fast völlig fehlen; empfehlenswert ist darum Dünger für Blattpflanzen mit Spurenelementen (Angaben auf der Verpackung beachten!). Im biologischen Gartenbau kann mit gut verrottetem Mist, Kompost oder entsprechender Handelsware gedüngt werden. Nach der ersten Ernte (1. Schnitt, Mitte Juni) ist in jedem Fall eine Kopfdüngung zu empfehlen.

Pflanzung / Pflege

Sobald im Frühling der Boden abgetrocknet ist, sind 10cm tiefe Furchen im Abstand von 40cm zu ziehen. Dann sind die Wurzelausläufer (Rhizome) hineinzulegen, anzudrücken und die Rinnen wieder mit Erde zu bedecken. Ab diesem Zeitpunkt soll das "Anbaugebiet" von Unkraut frei gehalten werden, bis sich der Pfefferminz-Bestand schließt. Eine chemische Unkrautbekämpfung muss unterbleiben. Für die zweite Ernte (2. Schnitt, September) ist Pflege in der gleichen Art nötig.

Ernte

Die Pflanze wird vor der Blütenbildung an einem sonnigen Tag mit dem Messer geschnitten. Der höchste Gehalt an ätherischen Ölen wird bei einer Ernte am Vormittag erreicht. Es sollte geerntet werden, wenn die Minze vom Tau trocken ist, jedoch nicht in der prallen Sonne. Ist die Pflanze geschnitten, werden die Blätter mit der Hand in Richtung Stengelende abgestreift. Dann wird die Spitze abgezwickt. Zur Trocknung werden die Blätter im Schatten ausgelegt, idealerweise auf Gitterhorden.

Lagerung

Wenn die abgestreiften Blätter nach zirka drei Tagen gut getrocknet sind, legt man sie in einen Korb und lässt sie ein wenig ausdünsten. Anschliessend füllt man die Pfefferminze in Büchsen oder Gläser.

Quelle: http://www.minzmuseum.de/pfefferminze/garten/

 

R

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Ringelblume

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:23
 

Ringelblume - Calendula officinalis

Ringelblume-calendula-officinalis
Bild: Karin Witschi










Calendula ist im Mittelmeerraum und in Asien beheimatet. Die Ringelblume zählt zu den schon sehr lange bekannten Heilpflanzen und kam bereits früh nach Mitteleuropa. Schon im Mittelalter fand man sie in den Bauerngärten.

Botanik/Sorten:

Die Ringelblume gehört in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist einjährig, sät sich jedoch im Garten selbst aus.


Anbau/Standort:

Die Aussaat geschieht ab März ins Freiland. Ziemlich anspruchslose Pflanze, volle Sonne sagt ihr speziell gut zu. Um die Mehltauanfälligkeit niedrig zu halten, sollten Ringelblumen nicht zu dicht stehen. Einmal angesiedelt bleibt Calendula Ihrem Garten durch Selbstaussaat über viele Jahre erhalten.

Ernte/Aufbewahrung:

Ringelblumen werden bei uns traditionell oft zu Heilzwecken und eher selten als Küchenkraut genutzt. Die Blüten können Sie während der ganzen Blütezeit frisch verwenden oder zum Trocknen ernten. Für die Aufbewahrung die Ringelblumenblüten nur bei länger anhaltendem, trockenem Sommerwetter sammeln. Entweder die Blütenköpfe als Ganzes trocknen, oder die Blütenblättchen auszupfen und zum Trocknen luftig auflegen. Die goldgelben, trockenen Ringelblumenblüten müssen kühl und dunkel in einem Schraubglas aufbewahrt werden.

Quelle:

http://www.natur-im-garten.at

 
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Rosmarin

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:20
 

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Rosmrin-Rosmarinus-officinalis
Bild: Karin Witschi



Der
Rosmarin ist in allen Ländern rings um das Mittelmeer heimisch. Er gedeiht dort in verschwenderischer Fülle an sonnigen Felshängen. Vermutlich brachten die Römer den Rosmarin über die Alpen.
Botanik / Sorten:

Der Rosmarin zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist immergrün und bildet holzige Halbsträucher, welche auch bei uns eine Höhe von 50-150 cm erreichen können. Die meisten Sorten sind in unserer Gegend nicht winterhart. In Spezialgärtnereien erhält man aber auch winterfeste Sorten, wie z.B. „Arp“, „Veitshöchheim“, „Salem“ oder „Französischen Rosmarin“.

Anbau / Standort:

Der Rosmarin ist ausgesprochen wärmebedürftig. Er benötigt viel Sonne und einen durchlässigen, jedoch humusreichen Boden. Er verträgt nur völlig ausgereiften Kompost. Wo immer es machbar ist, sollte man ihn an eine Südwand pflanzen. In schweren Böden kann der Rosmarin nur gedeihen, wenn sein Pflanzplatz mit Hilfe von Sand und Kieselsteine aufgelockert wird. Ein erhöhtes Beet mit Drainageschicht oder der Steingarten sind empfehlenswerte Standorte für diesen faszinierenden Südländer. Nicht winterfeste Sorten überwintert man vorzugsweise an einem kühlen, jedoch belichteten Platz (Wintergarten, Kalthaus, Kellerfenster).

Ernte / Aufbewahrung:

Triebspitzen und einzelne Blätter können während des ganzen Jahres gepflückt werden. Rosmarin lässt sich gut trocknen und behält dabei sein intensives Aroma.

Quelle: www.natur-im-garten.at

 

S

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Salbei

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:23
 

Salbei - Salvia officinalis

Salbei-Salvia-officinalis
Bild: Karin Witschi













Der Salbei stammt aus der Mittelmeerregion. Er wächst in Dalmatien, Griechenland und Spanien wild auf trockenen, kalkhaltigen Felshängen. Botanik / Sorten:

Salbei zählt zu den Lippenblütlern (Lamiaceae). Der Echte Salbei ist ausdauernd (viele Variäteten, auch buntblättrige). Ein Verwandter des Gartensalbeis ist der Muskatellersalbei (Salvia sclarea). Er ist zweijährig und wird als Würzkraut (Geschmack nach Ambra) genutzt. Die zahlreichen im Handel angebotenen Ziersalbei- Sorten sind für den Einsatz in der Küche ungeeignet.

Anbau / Standort:

Salbei liebt einen sonnigen Standort in gut durchlässigem Boden (“trockene Füße”), welcher mit Kompost und Kalk gut versorgt ist. Er kann auch gut im Steingarten gezogen werden. Ausgesät wird der Salbei ab April ins Frühbeet, ab Mai ins Freiland. Von erwachsenen Sträuchern lassen sich problemlos Stecklinge oder Ableger ziehen. Mit steigendem Alter verholzt Salbei stark, deshalb muss man rechtzeitig für Nachwuchs sorgen. An rauen Standorten sollte er im Winter mit Stroh abgedeckt werden. Im Frühling empfiehlt es sich, den Salbei bis auf 15 cm zurückzuschneiden.

Ernte/Aufbewahrung:

Junge, zarte Blätter können laufend frisch verwendet werden. Für die Aufbewahrung kurz vor der Blüte bei trockenem Wetter und zur Mittagszeit ernten, weil die Salbeiblätter dann am würzigsten sind. Anschliessend im Schatten trocknen.

Quelle:

http://www.natur-im-garten.at

 

T

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Thymian

von Karin Witschi - Mittwoch, 2. September 2009, 11:26
 

Thymian - Thymus vulgaris

Thymian-thymus-vulgaris
Bild: Karin Witschi











Der Thymian war ursprünglich in den südeuropäischen Mittelmeerländern heimisch. Er wächst dort auf den Felsenheiden. Die Benediktiner brachten den Thymian über die Alpen und pflanzten ihn in die mittelalterlichen Klostergärten.

Botanik / Sorten:

Thymian ist ausdauernd und zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Neben dem Echten Thymian gibt es noch einige weitere Arten, die im Garten verwendet werden, wie zum Beispiel der Zitronenthymian, der Italienische Oreganothymian, der Kümmelthymian, der Orangenthymian oder der Lavendelthymian. Auch der bei uns heimische Feldthymian (Thymus serpyllum) kann als Gewürz oder Heilpflanze verwendet werden.


Anbau / Standort:

Thymian benötigt einen trockenen, sonnigen Platz, welcher gut wasserdurchlässig sein sollte. Thymian nicht düngen! Sie können Thymian ab April ins Freiland aussäen oder vorher in Schalen auf dem Fensterbrett. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt, weil Thymian ein Lichtkeimer ist. Später lassen sich die Bestände durch Stecklinge vermehren und verjüngen.

Ernte/Aufbewahrung:

Einzelne Zweige können über den ganzen Sommer frisch verwendet werden. Kurz vor der Blüte ist das Thymiankraut besonders würzig. Vor der Mittagszeit ernten, weil dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Thymian eignet sich ausgezeichnet zum Trocknen und behält dabei sein Aroma.

Quelle:

www.natur-im-garten.at

 

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